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13. – 15. Okt. 2026

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Smarte Schulen, smarter Staat: Digitale Teilhabe braucht einen neuen Föderalismus

Welche Chancen bietet der DigitalPakt 2.0 und was kann der öffentliche Sektor davon lernen? Erfahren Sie mehr in der aktuellen Sonderpublikation des Behörden Spiegels.

Buntes Spielzeug im Vordergrund, Klassenzimmer und Person im Hintergrund.

Digitale Teilhabe braucht mehr Zusammenerbeit im Föderalismus. Quelle: Unsplash

Fünf Milliarden Euro sollen in den kommenden fünf Jahren in die Digitalisierung der Schulen fließen. Doch der Digitalpakt 2.0 ist mehr als ein Investitionsprogramm. Er kann zeigen, wie staatliche Ebenen Zukunftsaufgaben gemeinsam schneller und wirksamer lösen.

Raus aus der Föderalismusfalle

Beim ersten DigitalPakt Schule wurde Föderalismus zum Problem: Bund, Länder und Kommunen waren aufeinander angewiesen, gleichzeitig blieben Zuständigkeiten unklar. Umfangreiche Berichtspflichten, komplizierte Anträge und 16 unterschiedliche Umsetzungssysteme erschwerten Investitionen. Der Mittelabfluss blieb hinter den Erwartungen zurück – und digitale Teilhabe hing weiterhin stark davon ab, wo eine Schule liegt und welche Ressourcen vor Ort vorhanden sind.

Der Digitalpakt 2.0 soll diese Strukturen vereinfachen. Länder können Mittel flexibler an Schulträger weitergeben. Technisch-pädagogische Einsatzkonzepte sind nicht mehr bundesweit vorgeschrieben, Software, Bildungsmedien, IT-Administration und Beratung werden eigenständige Fördergegenstände. Statt vier Berichten pro Jahr ist nur noch einer vorgesehen. Maßnahmen-IDs sollen zugleich ein kontinuierliches Monitoring ermöglichen.

Vertrauen statt Mikromanagement

Damit daraus echte digitale Teilhabe entsteht, braucht es vor allem Vertrauen. Der Bund muss den Ländern Freiräume bei der Umsetzung geben – und die Länder müssen dieses Vertrauen an die Kommunen weiterreichen. Die neuen Möglichkeiten helfen wenig, wenn auf Landesebene erneut komplizierte Förderverfahren entstehen.

Gleichzeitig braucht Vertrauen Transparenz. Einheitliche Kennzahlen, ein Online-Dashboard und vergleichbare Daten könnten sichtbar machen, ob die Digitalisierung tatsächlich bei den Schulen und Lernenden ankommt. Gemeinsame Verfahren statt 16 unterschiedlicher Lösungen würden zusätzlich entlasten.

Vom smarten Klassenzimmer zum smarten Staat

Gelingt dieser Ansatz, kann der Digitalpakt 2.0 zur Blaupause werden: Der Bund setzt überprüfbare Ziele und Standards, die Länder organisieren eine bürokratiearme Umsetzung und die Kommunen erhalten mehr Handlungsspielraum.

Dieses Prinzip lässt sich auf weitere Zukunftsaufgaben übertragen – von der Verwaltungsdigitalisierung über Smart Cities bis zur resilienten Infrastruktur. Digitale Teilhabe braucht schließlich nicht nur Technik, sondern einen Staat, der Zusammenarbeit ermöglicht. Werden Deutschlands Schulen smarter, kann deshalb auch der Föderalismus smarter werden.

Sie möchten mehr zum Thema digitale Teilhabe erfahren? In der Sonderpublikation des Behörden Spiegel „NEUE HORIZONTE“ zur Smart Country Convention erwartet Sie der vollständige Artikel von den Leah Schrimpf und Luis Erckenbrecht sowie Beiträge von Digitalminister Dr. Karsten Wildberger, unserem Partnerland Portugal und vielen weiteren Partnern der Smart Country Convention 2026.

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Digitaler Wandel, Smart Country Convention, Resilienz, Gov-Tech
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