Call for Speakers 2026: Best Practices für den öffentlichen Sektor
20 ausgewählte Best Practices - die Beiträge des Call for Speakers 2026 stehen fest. Die Themen reichen von KI, über Cybersicherheit bis hin zu Nachhaltigkeit.

Blick von der Plaza Stage der Smart Country Convention. Quelle: Bitkom e. V.
Wie gelingt die digitale Transformation der Verwaltung in der Praxis? Welche Projekte schaffen einen spürbaren Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger? Und welche innovativen Ansätze treiben die Modernisierung von Städten, Kommunen und Behörden voran? Antworten auf diese Fragen liefert das Bühnenprogramm der Smart Country Convention 2026.
Der diesjährige Call for Speakers stieß auf großes Interesse: Die Projekte stammen aus 40 Städten, zehn Bundesländern sowie acht Landkreisen und verdeutlichen die breite Vielfalt digitaler Transformationsvorhaben in Deutschland. Aus allen Einreichungen wurden 20 Best-Practice-Beispiele ausgewählt, die auf der Smart Country Convention 2026 vorgestellt werden.
KI, Cybersicherheit und nachhaltige Stadtentwicklung
Die ausgewählten Beiträge decken ein breites Themenspektrum ab:
- Automatisierte Steuerfestsetzung: Hessen arbeitet daran, Steuerbescheide künftig auf Basis bereits vorliegender Daten automatisch zu erstellen. Das Projekt soll Bürgerinnen und Bürger entlasten, Bürokratie abbauen und Verwaltungsprozesse deutlich beschleunigen.
- Verwaltungsservice rund um die Uhr: Die Landeshauptstadt Wiesbaden zeigt, wie Ausweise, Dokumente und Fundsachen sicher und flexibel außerhalb der Öffnungszeiten abgeholt werden können. Das entlastet die Verwaltung und verbessert gleichzeitig den Bürgerservice.
- Gründen in 24 Stunden: Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen entwickeln gemeinsam einen vollständig digitalen Gründungsprozess. Ziel ist es, Unternehmensgründungen durch automatisierte Abläufe und eine durchgängige digitale Prozesskette deutlich zu vereinfachen.
- Verwaltung gemeinsam organisieren: Sachsen-Anhalt stellt ein Modell vor, bei dem Kommunen Verwaltungsleistungen freiwillig bündeln. Dadurch sollen Ressourcen effizienter genutzt, Fachkräfte entlastet und digitale Lösungen schneller skaliert werden.
- KI für Infrastrukturprojekte: IT.NRW zeigt, wie Künstliche Intelligenz historische Bauwerksunterlagen analysiert und in einem Digitalen Zwilling verfügbar macht. So lassen sich Informationen schneller finden und Infrastrukturprojekte effizienter planen und verwalten.
- Starkregenvorsorge mit Geodaten: Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie entwickelt eine bundesweite Hinweiskarte für Starkregengefahren. Sie unterstützt Behörden dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen für den Bevölkerungsschutz gezielter zu planen.
- Generative KI in der Verwaltung: Die Landeshauptstadt München berichtet offen über die Einführung ihres internen KI-Assistenten. Im Fokus stehen die Erfahrungen aus der Praxis und die Frage, wie aus einem technischen Projekt ein breit genutztes Werkzeug für die Verwaltung wurde.
- Kommunale Digitalisierung mit Digitalen Zwillingen: Wie digitale Technologien Städte und Regionen zukunftsfähig machen, zeigen mehrere Kommunen anhand konkreter Anwendungsbeispiele. Während Eichenzell auf interkommunale Zusammenarbeit und gemeinsame digitale Infrastrukturen setzt, präsentieren Halle (Saale), Paderborn, Speyer und Wuppertal, wie Digitale Zwillinge Stadtentwicklung, Bauleitplanung und Klimaanpassung unterstützen. Ergänzend zeigt der Landkreis Rhön-Grabfeld, wie Sensorik und Wetterdaten den Winterdienst effizienter und nachhaltiger gestalten.
- Cybersicherheit und digitale Souveränität: Wie sich Verwaltungen widerstandsfähiger gegen Krisen und Cyberangriffe aufstellen können, zeigen verschiedene Best Practices aus Bund, Ländern und Kommunen. Das ITDZ Berlin, das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) und die Berliner Senatskanzlei geben Einblicke in Strategien zur Stärkung der Cyberresilienz und ziehen Lehren aus realen Sicherheitsvorfällen. Ergänzt wird das Programm durch Ansätze aus Schleswig-Holstein zum sicheren Einsatz von Open Source, einen KI-gestützten Stresstest für die Katastrophenplanung der Stadt Düsseldorf sowie ein Bewertungsmodell des Zentrums Digitale Souveränität (ZenDiS) für mehr digitale Handlungsfähigkeit.
Von der Verwaltung auf die Bühne
Die ausgewählten Best Practices zeigen, wie vielfältig die digitale Transformation der Verwaltung bereits heute gestaltet wird – und welche Potenziale für eine moderne, leistungsfähige und bürgernahe Verwaltung bestehen. Vom 13. Bis 15. Oktober werden die Beiträge auf den Bühnen der Smart Country Convention 2026 zu sehen sein.
Weitere Informationen zum Programm der Smart Country Convention 2026 gibt es hier.