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Messe Berlin
Smart Country Convention
13. – 15. Okt. 2026

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Fit in Deutsch und Mathe dank digitaler Tools

Der Digitalpakt 2.0 soll mehr leisten als technische Ausstattung: Im Fokus stehen bessere Grundkompetenzen, weniger Bürokratie und Fortbildungen für Lehrkräfte.

Sechs Personen sitzen auf der Purple Stage der SCCON 2026 vor Publikum.

Foto: Messe Berlin

Weniger Bürokratie, mehr Lerntools, Bildungsziele und Fortbildungen: Die Erwartungen an den Digitalpakt 2.0 sind hoch. Beim SCCON-Panel „Aus Alt mach Neu: Der Digitalpakt 2.0 in der Praxis“ geht es um fünf Milliarden Euro, die seit September für die kommenden fünf Jahre abrufbar sind. Neben Tablets, Smartboards und sicherem WLAN rückt die Qualität des Unterrichts in den Mittelpunkt. „Der Digitalpakt 2.0 ist dann ein Erfolg, wenn es uns gelingt, mit digitalen Instrumenten die Grundkompetenzen in Deutsch und Mathe zu stärken“, sagt Stephan Ertner, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium.

Länderübergreifend zusammenarbeiten

Ertner setzt auf datengestützte Qualitätsentwicklung: Was brauchen Schulen sowie Schülerinnen und Schüler, und wie kann digitaler Unterricht darauf aufbauen? Auch bei datenschutzkonformen Chatbots und Cloudlösungen für digitale Bildungsinhalte sollen die Länder enger zusammenarbeiten. „Wir müssen die Verfahren und Prozesse einfacher hinbekommen, so dass etwa wir in Niedersachsen nutzen können, was der bayerische Datenschutzbeauftragte abgesegnet hat“, erklärt er.

Fördergelder einfacher abrufen

Der neue Digitalpakt streicht laut Ertner zahlreiche Dokumentations- und Antragsmodalitäten. Frank Wüst, Leiter des Teams Digitale Schule der Stadt Nürnberg, begrüßt das: „Beim Digitalpakt eins war es eine wahnwitzige bürokratische Abwicklung“, sagt er. „Nun gibt es Pauschalzahlungen ohne Anträge und Nachweise, was wir jahrelang gefordert haben. Man kann uns Kommunen vertrauen, wir sind im Dialog mit den Schulen, die machen das Beste draus.“ Ihm fehlt allerdings eine klare Antwort darauf, wohin sich der Unterricht in Deutschland entwickeln soll.

Claudia Thiele, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung im Landkreis Wittenberg, will zunächst wissen, wie digitale Kompetenzen verteilt sind und wo Lücken bestehen. „Wichtig ist es, die Menschen abzuholen, gebündelt Wissen aufzubauen und zur Verfügung zu stellen, damit gute Ideen auch nachgenutzt werden können. Das muss anständig gesteuert werden“, sagt sie.

Pädagogischer Mehrwert und Fortbildung zählen

Sarah Franke, Geschäftsführerin von Magma Mathe Deutschland, misst den Digitalpakt auch daran, wie sich Lernen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler verändern. „Es wird jetzt auch stärker nach dem Warum gefragt, nach didaktischem und pädagogischem Mehrwert, also danach, was digitale Klassenzimmer wirklich bringen“, sagt sie. Zugleich rückt die Entlastung der Lehrkräfte stärker in den Fokus.

Dafür sind zeitnahe, unkomplizierte Fortbildungen entscheidend, betont Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE): „Die Software muss schnell verfügbar, gut und einfach anwendbar sein. Aber damit wir die Kinder auch fördern können, müssen wir Lehrkräfte geschult werden. Auch, damit wir den Schülerinnen und Schülern nicht hinterherhinken, die oft technisch weit voraus sind“, erklärt er. Dann könne es gerne ein Digitalpakt für die Ewigkeit sein.

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