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Solingen auf dem Weg zur Smart City

Ein Landschaftsbild mit vielen Bäumen, einem Fluss in der Mitte und darüber ist aus digitalen Punkten eine Brücke gespannt.

Digitale Brücken bauen in der Smart City Solingen. Foto: Solingen Digital

Schon 2018 hat Solingen eine Digitalisierungsstrategie entwickelt, um mit Hilfe der Digitalisierung die Fragen und Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können. Als dann das Bundesministerium des Innern und für Heimat das Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ auf den Weg gebracht hat, hat die Stadt nicht lange gezögert – die Digitalstrategie war schließlich schon fertig und konnte beim Ministerium eingereicht werden. Solingen wurde damit eine der ersten Städte in Deutschland, die seit 2019 durch das Förderprogramm bei der digitalen Transformation unterstützt werden. Rund 9 Millionen Euro fließen vom Bund in die Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Von der Förderung zur Umsetzung

Im September läuft das Förderprogramm nun aus. Andreas Freund, Projektleiter von Solingen Digital sagt, dass die Stadt mit Hilfe der Förderung eine solide Grundlage für die Smart City geschaffen hat. Dazu zählen unter anderem das Open SmartCity Ecosystem mit einer urbanen Datenplattform (UPD), dem Open SmartCity HUB, an den die Open SmartCity App, die Open SmartCity Screens und das Open SmartCity Web angeschlossen ist.

Der Open SmartCity HUB kurz erklärt:

Der Open SmartCity Hub als urbane Datenplattform ermöglicht die Bereitstellung von Daten aus unterschiedlichen Quellen. Diese werden über die „Mensch, Solingen!“-App sowie Informationsdisplays im öffentlichen Raum bereitgestellt. Gemeinsam mit weiteren Kommunen hat Solingen die Entwicklungspartnerschaft Open SmartCity-App initiiert.

„Gerade die App und ihre Entwicklungspartnerschaft zeigen, wie man Förderprojektmaßnahmen verstetigen und für die Zukunft rüsten kann“, sagt Freund.

Auch dem Thema Lichtmanagement hat sich Solingen in den vergangenen Monaten gewidmet. Die technischen Betriebe der Stadt setzen auf smarte Beleuchtung, die ebenfalls mit dem Open SmartCity HUB verbunden wurde. Weit mehr als 100 Sensoren liefern außerdem Daten über das Wetter, den Straßenzustand, Wasser und Luftqualität an die urbane Datenplattform.

Insgesamt hat Solingen im Rahmen des Förderprogramms 16 Maßnahmen angestoßen, mit denen die Stadt smarter werden soll – die meisten von ihnen befinden sich aktuell in der Umsetzung oder der Pilotphase. Nur vier Projekte, unter anderem smarte Poller auf Straßen oder eine dynamische Tourenplanung zur Entleerung von Papierkörben und Biotonnen, werden nicht weiterverfolgt.

Papierformulare waren gestern – Smartes Rathaus Solingen

Auch die Verwaltung der Klingenstadt Solingen wird mehr und mehr digital – unter service.solingen.de finden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Informationen, Anträge und Formulare, können ihr Auto online zulassen, digital Elterngeld beantragen oder zum Beispiel auch eine Baugenehmigung verlängern. Der Weg zum Amt und das ausgedruckte und händisch unterschriebene Formular gehören damit der Vergangenheit an.

All das können die Menschen in Solingen nicht nur über den Computer zu Hause, sondern auch direkt über das Smartphone erledigen – das smarte Rathaus ist auch in der Solingen-App integriert. So können übers Handy zum Beispiel auch Erinnerungen an die Müllabfuhr eingestellt werden, Mängel in der Stadt gemeldet oder auch Stellenanzeigen und Veranstaltungen gesucht werden.

Hier gibt’s eine Übersicht zu allen Projekten der Smart City Solingen.

Nicht quatschen, machen

Die Beispiele zeigen – in Solingen wird nicht lange geredet, sondern angepackt und gemacht. Das bestätigt auch Projektleiter Andreas Freund: „Getreu dem Motto #einfachmachen gehen wir iterativ mit Prototypen vor. Heißt wir erstellen zunächst einen Prototypen zu einer Maßnahme und schauen dann was ist gut, was ist schlecht, was fehlt. Somit kommen wir schnell zu ersten sichtbaren Ergebnissen und müssen nicht lange auf der grünen Wiese diskutieren, sondern können konkret am Prototypen weiterentwickeln.“

Aber auch wenn Städte nicht so umtriebig sind wie Solingen, kann die digitale Transformation dort gelingen, meint Freund: „Da der Markt an Smart City Lösungen mittlerweile stark gewachsen ist, sollte man sich zunächst eine gute Übersicht verschaffen, wie z.B. auf der SCCON. Dann kann man sich die Use Cases raussuchen, die in der eigenen Kommune am meisten pressieren und findet in der Smart City Community jede Menge hilfreiche Angebote.“

Die Klingenstadt Solingen ist von Beginn an bei der Smart Country Convention dabei – die letzten beiden Male als Aussteller. „Die SCCON ist die Veranstaltung, wenn man sich in Deutschland um das Thema Digitalisierung und Smart City kümmert. Es ist der perfekte Rahmen, die eigenen Lösungen zu präsentieren und gleichzeitig Lösungen von anderen Kommunen und Dienstleistern zu entdecken und sich darüber auszutauschen.“

Wenn die Smart Country Convention am 15. Oktober startet, ist die Förderphase von Solingen wenige Wochen ausgelaufen. Ist die Stadt dann Smart City?

„Solingen ist eine Smart City“, sagt Freund. „Doch trotzdem wird das Thema nie ganz fertig sein, es gibt immer noch eine weitere technische Entwicklung, eine Idee zu einem neuen Use-Case der mit umgesetzt werden will, um das Leben in Solingen noch etwas zu verbessern.“ – denn das ist der Grundgedanke der Smart City Solingen aber auch vieler anderer Smart Cities – dass das Leben in der Stadt oder Gemeinde lebens- und liebenswert bleibt.

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