Bitkom Länderindex 2026: Digitale Gesellschaft & Teilhabe
In der Kategorie Digitale Gesellschaft liegen die Top 3 der Bundesländer nah beieinander. An der Spitze: Das Saarland als Shooting-Star des Digitalrankings.

Digitale Abbildung einer Landkarte des Saarlands. Quelle: Bitkom e.V.
Wie digital sind die Bundesländer? Wie schnell schreitet die Digitalisierung voran? Was zeichnet die Digitalpolitik der Bundesländer aus? Antworten auf diese Fragen gibt der Bitkom Länderindex. Mit mehr als 1.100 Datenpunkten erfasst und qualifiziert das Digitalranking die Bundesländer alle zwei Jahre in den Bereichen Digitale Gesellschaft, Digitale Wirtschaft, Digitale Infrastruktur sowie Governance & Verwaltung.
Das Siegertreppchen in der Kategorie Digitale Gesellschaft teilen sich 2026 drei Bundesländer: das Saarland mit 73,2 Punkten, Mecklenburg-Vorpommern mit 72,8 Punkten und Sachsen mit 72,7 Punkten von 100 Punkten. Der Gesamtdurchschnitt der Kategorie liegt 2026 bei 64,8 Punkten.
Gesellschaftlichen Fortschritt messbar machen
Um den Grad der digitalen Teilhabe in den Ländern einschätzen zu können, wurden die digitalen Kompetenzen und die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zur Digitalisierung erhoben. Auch das Angebot von Informatikunterricht in den Ländern wurde bewertet.
Das erstplatzierte Saarland sticht dabei durch eine besonders stark ausgeprägte digitale Kompetenzentwicklung, aber auch eine besonders positive Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Digitalisierung hervor. Dies zeigen auch landesspezifische Leuchtturmprojekte wie die im Ranking hervorgehobenen TUMO-Boxen. In den landesweit platzierten Anlaufstellen haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, wohnortnah digitale Kompetenzen zu erwerben. Insgesamt springt das Saarland von Platz 12 auf Platz 6 im diesjährigen Ranking und ist damit der größte Aufsteiger des Länderindex 2026.
Neue Bundesländer punkten bei digitaler Teilhabe
Eine weitere Erkenntnis aus dem diesjährigen Länderindex zeigt sich mit Blick auf die regionalen Unterschiede, denn in der Kategorie der Digitalen Gesellschaft haben die neuen Bundesländer die Nase vorn. Neben Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf dem Siegertreppchen, kann auch Thüringen eine überdurchschnittliche Wertung von 69 Punkten auf dem vierten Platz verzeichnen.
Das hat vor allem mit digitaler Bildung zu tun: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es an allen Schulformen sechs Pflichtstunden Informatik, in Sachsen unterrichten 9 Prozent der Lehrkräfte Informatik. „Der Osten legt mit seinen Aktivitäten zur digitalen Bildung die Grundlagen für eine künftig stärkere digitale Wirtschaft in der Region“, betont Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst mit Blick auf den Länderindex 2026.
Mehr Informationen zu den Studienergebnissen gibt es hier oder live vor Ort auf der