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Smart Country News

20. Oktober 2022

Wie Smart Cities andere Städte überzeugen können

Kooperation, Baukastensysteme, Bürgerbegeisterung und das Scheitern - all das ist nötig, damit aus der Idee der Smart City mehr als ein Modellvorhaben wird. Das machte ein hochkarätig besetztes Panel auf der Smart Country Convention klar.

Im Panel „Modellprojekte Smart Cities: Wie gelingt der Transfer zukunftsfähiger Lösungen für eine integrierte Stadtentwicklung?“ auf der Smart Country Convention waren sich die Teilnehmenden einig: Zusammenarbeit und leicht übertragbare Systeme sind für den Erfolg einer Smart City entscheidend.

Wenn die Modellprojekte auch in anderen Städten und Kommunen Standard werden sollen, sind Austausch und das Lernen voneinander essenziell. „Es geht darum, einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen, nicht nur darum, Prozesse zu optimieren“, sagte Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Es gehe darum, andere Kommunen mitzunehmen und zu begeistern.

„Wichtig ist es, nachhaltige Strukturen auch über die Projektlaufzeiten hinaus und leicht übertragbare Baukastensysteme mit offenen Schnittstellen zu schaffen“, sagte Dr. Nora Reinecke, die bei der Senatskanzlei Hamburg im Amt für IT und Digitalisierung das Projekt Connected Urban Twins (CUT) leitet. Man stehe eben nicht in Konkurrenz, sondern Modell für andere. „Das ist Verantwortung und Privileg.“

Nicht nur andere Städte und Kommunen, auch die Bürgerinnen und Bürger müssen mitgenommen und für die Ideen begeistert werden, sagte Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim für Finanzen, Beteiligungsvermögen, Sicherheit und Ordnung sowie IT. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen sehen, dass sie auch einen Nutzen davon haben, ihre Daten der Kommune zur Verfügung zu stellen. Und wir garantieren, dass wir mit den Mobilitätsdaten keine Geschäftsmodelle aufsetzen“, so Specht. Damit können alle Teil der Lösung für den öffentlichen Raum werden.

Die beim Smart-Cities-Modellprojekt immer auch mitgedachte lehrreiche Erfahrung des Scheiterns sieht Specht als geradezu revolutionären Ansatz in der Verwaltung: „Auszuloten, was möglich ist und auch den Mut zu haben, öffentlich preiszugeben, was gut läuft und was nicht.“ Dieses Wissen und die gesammelten Daten für die Transformation der Städte zu nutzen, sei nötig, um den großen bevorstehenden Krisen zu begegnen.

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