Gastbeitrag Registermodernisierung: Cloudregister für die digitale Verwaltung der Zukunft
Cloudregister gelten als Schlüssel für die Registermodernisierung: Sie ermöglichen sichere, föderale und effiziente Datenhaltung und treiben so die digitale Verwaltung in Deutschland voran.

Michael Pfleger ist Gesamtprogrammleiter Registermodernisierung bei der Föderalen IT-Kooperation (FITKO). Foto: Michael Pfleger
Die Smart Country Convention steht 2025 unter einem besonderen Vorzeichen: Erstmals übernimmt das neue Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung die Schirmherrschaft. Die Registermodernisierung ist eines der Schwerpunktthemen und inhaltlich in zahlreichen Sessions vertreten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Thema Cloudregister.
Dies unterstreicht in Summe die zentrale Bedeutung der Registermodernisierung für Deutschlands digitale Transformation.
Warum Cloudregister den Weg in die Zukunft zeigen
In Deutschland existieren über 350 verschiedene Registertypen – verteilt auf bis zu 5.000 Instanzen. Die zersplitterte Struktur verursacht Redundanzen, Inkonsistenzen und erheblichen Aufwand bei Informationssicherheit und Datenpflege. Eine effizientere Lösung ist für das Gelingen der Registermodernisierung essenziell. Dabei ist klar: Eine einfache Zentralisierung der kommunalen Register ist aus datenschutzrechtlichen Gründen und aufgrund der Wahrung der föderalen Struktur der digitalen Verwaltung nicht anzustreben.
Cloudregister bieten die Lösung mit standardisierter, sicherer und föderalismuskonformer Datenhaltung auf Basis erprobter Technologien. Cloud-Infrastrukturen, die Anwendung von Zero-Trust und logische Mandantentrennung ermöglichen moderne Datenhaltung, Effizienzsteigerung und zugleich die Stärkung föderaler Prinzipien und einer strikten Datentrennung.
Zudem wird die Anbindung an die Infrastrukturen der Registermodernisierung erleichtert und somit eine datentauschende Verwaltung ermöglicht: Damit entsteht eine zentrale Grundlage für Once-Only. Mit Cloud-basierten Registern (auch bekannt als „Register-as-a-Service“) wird also Registermodernisierung im eigentlichen Wortsinn betrieben.
Nicht nur Technik: Datenhaltung und konzeptionelle Grundlagen von Cloudregistern
Hinter dem Konzept der Cloudregister steckt dabei mehr als nur ein technisches Produkt. Eine klare Datengovernance stärkt die föderalen Strukturen: Daten bleiben weiterhin fachlich getrennt und die verantwortlichen Stellen haben die volle Kontrolle über „ihre“ Daten. Mit entsprechenden API-Only Lösungen sind die Daten nur über dedizierte Schnittstellen erreichbar: Ziel ist die klare Trennung von Registerdaten und bearbeitenden Fachverfahren. Zudem reduziert ein konsequenter Open-Source-Ansatz Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und stärkt die digitale Souveränität der Verwaltung. Das heißt konkret: Verschlüsselung im Mandantenkontext, kein Zugriff ohne explizite Autorisierung - auch nicht durch den Plattformbetreiber. Nur im Zusammenspiel von Architektur, Datengovernance und Betriebsinfrastruktur bleibt Datensouveränität mehr als ein Versprechen.
Erfahren Sie mehr zum Thema auf der Smart Country Convention:
30.9., 14:00-15:00 / Standbühne IT-Planungsrat:
Datenmanagement und semantische Interoperabilität
1.10., 10:45-11:00 Uhr / Arena Stage:
Modernisierung der Register: Cloud-Register als Blaupause für nachhaltige Föderale Dateninfrastrukturen
2.10., 10:00-10:45 Uhr / Plaza Stage:
Registermodernisierung – Powered by NOOTS
2.10., 12:15-12:30 Uhr / Arena Stage:
Fit für die Registermodernisierung – So gelingt die Vorbereitung
2.10., 13:00-14:30 Uhr / Raum Gamma 9:
Workshop Fit für die Registermodernisierung: So gelingt die Vorbereitung