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Smart Country News

28. Oktober 2020

Digitale Gesundheitsversorgung auf dem Land

Digitale Gesundheitsversorgung auf dem Land

Wie können digitale Technologien auf dem Land zur besseren Gesundheitsversorgung beitragen? Antworten liefert das Forum Digitale Ländliche Räume.

Corona habe zwei Dinge gezeigt: „Landflucht war gestern“ und „wir brauchen eine funktionierende digitale Infrastruktur“, gerade für die Gesundheitsversorgung auf dem Land, sagte Dr. Kay Ruge, stv. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistags zur Eröffnung des Forum Digitale Ländliche Räume auf der Smart Country Convention.

Corona habe die Digitalisierung im Gesundheitswesen beschleunigt, so Dr. Carola Reimann, Gesundheitsministerin in Niedersachsen. Allein die Videosprechstunden seien in Niedersachsen um das Sechsfache gestiegen. Dies komme auch den Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeheimen zu Gute. Mit Unterstützung der Landesregierung wurde  Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen die nötige Hard- und Software zur Verfügung gestellt. So können die Hausärzte Kontakt zu ihren Patienten halten, ohne sie einem Infektionsrisiko auszusetzen. Digitale Technologien könnten aber auch das Pflegepersonal entlasten, beispielsweise bei der Pflegedokumentation.

Sektorenübergreifender Datenaustausch

Gerade in den ländlichen Räumen, wo der Weg zum Arzt mitunter weit ist, sei Telemedizin sehr hilfreich. Das gelte auch für die Notfallversorgung. Das eHealth-Projekt IVENA beispielsweise verbessere die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und den weiterversorgenden Kliniken, indem es Behandlungs- und Bettenkapazitäten der regionalen Krankenhäuser anzeigt und damit Zeitverzögerungen während der Behandlung von Notfallpatienten minimiert.

Sektorenübergreifende Vernetzung – darum ging es auch bei Tomas Pfänder vom Beratungsunternehmen UNITY. Er stellte die digitale Gesundheitsplattform OWL (Ostwestfalen-Lippe) vor, über die Kliniken und Ärzte Gesundheitsdaten austauschen. Ziel sei, die Datenverfügbarkeit sicherzustellen bevor der Patient in der medizinischen Einrichtung angekommen ist.

Vom Patienten und vom Nutzer her denken, das sei ihnen auch beim interdisziplinären Forschungsprojekt „Medizin neu denken“ wichtig gewesen, sagte Dr. Christoph Strünck von der Universität Siegen. Das Projekt betrachtet die medizinische Versorgung ländlicher Räume unter den Vorzeichen von Demografie und Digitalisierung. Wer die Technologien entwickelt, müsse die Anforderungen der Nutzer kennen. Diese brauchten Lösungen, die im Alltag funktionieren und sie bei ihrer Arbeit entlasten.

 

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